Naturheilkunde oder Schulmedizin - entscheiden
Sie selbst
Naturheilverfahren und schulmedizinische
Prinzipien kann man sehr wohl vergleichen. Während die
traditionelle Medizin sich mit bestimmten, konkreten
Krankheitsursachen, Erregern und Organsystemen beschäftigt,
betrachtet das alternative Heilen den Menschen und seine
Umgebung als Gesamtheit bestehend aus zwei Teilen, die sich
gegenseitig beeinflussen und im Idealfall im Gleichgewicht
zueinander stehen (es herrscht Gesundheit). Sollte dieses
Gleichgewicht gestört werden, treten eine oder mehrere
Krankheiten auf. Der Mensch ist also nur so gesund, wie sein
Verhalten zur Natur ist.
Aus diesem Grunde arbeitet die Naturmedizin
nicht nur einseitig, sondern versucht die beiden Teilnehmer in
der Krankheitsentsehung (Mensch und Umgebung) zu
berücksichtigen. Ein Heilpraktiker strebt nach Gleichgewicht,
ein Arzt sucht gezielt nach dem Einzigen, was nicht stimmt. Im
ersten Fall kann der kranke Mensch auch sich selber helfen, zum
Beispiel indem er sein Lebensstil ändert. Dass der Patient in
der Lage ist, selber an seiner Genesung teilzunehmen ist wohl
das wichtigste Merkmal der Naturmedizin. Besser noch,
durch aktives Mitwirken kann eine Erkrankung erst gar nicht
auftreten.
Genau das ist ein weiteres Ziel der Naturheilkunde -
Vorbeugung und Schutz vor schädlichen und gleichgewichtstörende
Faktoren. Eine Infektion kann mit Antibiotika behandelt werden,
doch warum soll es überhaupt soweit kommen. Je geschwächter der
Körper ist, desto einfacher ist es für die Keime ihn zu
besiedeln. Mit anderen Worten, wenn die eigenen Abwehrkräfte
unterstützt und gepflegt werden, haben die Bakterien kaum eine
Chance mehr. Dabei geht es nicht, das Immunsystem durch
Sport bis zum Umfallen, oder mit eiskaltem Wasser 2 Stunden
täglich duschen etc. zu stärken, sondern um die Anwendung
sanfter, naturgerechter Verfahren, die teilweise seit
Jahrhunderten bekannt sind und erfolgreich angewendet werden.
Muss man auf die Schulmedizin
verzichten?
Nein! Da, wo ein Schnitt nötig ist, hilft keine
Heilpflanze. Andererseits werden viele Medikamente aus Pflanzen
gewonnen, oder sind Analoga pflanzlicher Stoffe. Wer sich
naturgerecht ernährt, hat genug Vitamin C im Körper. Wer
plötzlich an Vitamin C Mangel erkrankt, muss nicht unbedingt 3
kg. Zitronen auf einmal essen (denn so viel Säure kann und wird
Zähnen und Magen-Darm-Trakt schaden), sondern Tabletten nehmen,
die dieselbe Substanzmenge entsprechen. Nach dem Abklingen der
Akutsymptome sollte sich man aber fragen, ob eine ausgewogene
Ernährung doch nicht sinnvoll für die Gesundheit sei. Es ist
sehr zu empfehlen, dass die medizinischen Fortschritte in
Anspruch genommen werden, besonders wenn es keine andere
Möglichkeit gibt, oder anders gesagt, wenn es zu spät ist für
schonende, kaum belastende Alternativmethoden.
Wenn Nebenwirkungen zur
Hauptwirkung werden
Die meisten Medikamente haben unerwünschte
Nebenwirkungen. Wenn man gesund ist, haben diese Medikamente gar
keine erwünschte Wirkung. Wenn etwas verschrieben wird, sollte
beurteilt werden, ob es schon so weit gekommen ist, dass selbst
Gifte eingesetzt werden müssen, um dem Körper zu helfen. Der
Körper ist aber selten zu 100% erkrankt, oft sind es nur
bestimmte Organe oder Systeme betroffen. Wenn die giftige
Substanz eingenommen wird, versucht man die geschädigte
Strukturen zu reparieren. Aber was ist nun mit dem gesunden
Gewebe? Es wird belastet, da es nur den Nebenwirkungen
ausgesetzt wird. Neue Stoffe werden zuerst an kranken Tieren
getestet, um zu sehen, ob eine Wirkung beobachtet werden kann.
Man züchtet nicht unzählig viele Labortiere und wartet bis
irgendeines die gewünschte Krankheit bekommt. Nein, die Tiere
werden krankgemacht...mit Chemie. Danach versucht man wiederum
mit Chemie sie zu heilen.
Die Homöopathie ist ein alternatives
Naturheilverfahren, das von vielen Wissenschaftlern umstritten
wird. Sie basiert auf das Ähnlichkeitsprinzip (Ähnliches soll
durch Ähnliches geheilt werden). Was also eine Krankheit
verursacht, kann für die Heilung dieser Erkrankung benutzt
werden. In Tierversuchen wird genau dieselbe Strategie
vorgenommen, damit die Wirkung neuer Medikamente überhaupt
bewiesen werden kann. Trotzdem behaupten die Forscher, dass die
Homöopathie nicht wirken soll...
Die homöopathischen Produkte haben übrigens einen großen
Vorteil: ihre Nebenwirkungen können nur geschwächt auftreten, da
das aktive Heilmittel extrem verdünnt ist. Manchmal bedarf eine
Krankheit aber hochkonzentrierte Wirkstoffe. Dann sollte man
selbstverständlich hochdosierte Medikamente einnehmen.
Die verschiedenen Formen des Naturheilverfahrens
sind beinahe ohne Nebenwirkungen, sogar die erwünschte Wirkung
hat keinen negativen Einfluss auf die gesunden Körperteile. Das
heißt, fast jeder kann die Methoden ausprobieren, selbst wenn
man sich nicht besser fühlen sollte, wird man sich mit großer
Wahrscheinlichkeit auch nicht schlechter fühlen. So hoch kann die
Unbedenklichkeit der alternativen Medizin sein.
Wissen verbreiten
Es ist unerlässlich, dass jede Person
umfangreich informiert ist, was in Sachen Gesundheit,
Vorbeugung, körperliche Tauglichkeit und seelische Kompetenz
erzielbar ist. Hier werden allgemein interessante und wichtige
Therapiemöglichkeiten und die Theorie und Praxis
verschiedener Heilverfahren mit Bezug auch auf die mehreren
alternativmedizinischen Behandlungsmethoden erklärt.
Alle Gesundheitsthemen
auf einen Blick (alphabetisch sortiert)
Die wichtigsten Kapitel der
Naturheilkunde:
Krankenkassen und Naturheilverfahren
Ernährung
Heilpflanzen
Herz
Homöopathie
Magen und Darm
|