Diagnose Alzheimer
Wenn ein Mensch an Demenz erkrankt, ist das
zunächst ein großer Schock. Doch nach der Diagnose kommt auf die
Angehörigen einiges zu - allein müssen sie die schweren Zeiten,
vor denen sie nun stehen, allerdings nicht meistern. In manchen
Altenkrankenpflegeheimen und Alzheimer-Gesellschaften können
sich Angehörige zur Selbsthilfe regelmäßig treffen.
Ehepartner, Eltern, Kinder und andere
pflegende Angehörige von Demenzkranken können Meinungen und
Erfahrungen austauschen. Durch die Gruppe bekommen die einzelnen
Mitglieder viele Tipps und Hilfe für den oft schweren Alltag.
Ein häufiges Symptom der Krankheit sei die Vorstellung der
Erkrankten wieder in der Vergangenheit zu leben, erläutern
Experte und es wird sofort einen Trick verraten: Man redet
automatisch dagegen und versucht denjenigen davon zu überzeugen,
dass er nicht mehr in seinem Geburtshaus lebt. Das ist ganz
normal. Aber um unnötige Diskussionen zu vermeiden, gibt man
einfach Geborgenheit, denn diese suchen und brauchen sie dann.
Wie das geht? Einfach sagen "Ja, Zuhause ist es schön", denn
dann ist in dem Moment alles schön und gut für den Kranken.
Solche nützlichen Tipps gibt es nicht nur im
Gespräch an den Gruppenabenden, sondern auch in den
umfangreichen Bibliotheken der Selbsthilfegruppen.
Fachliteratur, Broschüren der Alzheimergesellschaft und weitere
Info-Broschüren können hier geliehen oder gekauft werden.
Manchmal haben Mitglieder aber viele Vorteile. Sie bekommen bei
etlichen Partnern besondere Konditionen, die sich auszahlen,
wenn man Pflege und Betreuungspersonal benötigt.
An Gruppenabenden können Vorträge gehalten
werden,
zu denen die Organisatoren zum Beispiel Experten einladen. Wenn
der Verein engagiert ist, werden viele interessante Themen
vorgenommen. Heilpraktiker können sich zur Schopfung neuer Kraft
äußern, da das Spektrum der Entspannungstechniken sehr weit ist.
Zudem können psychologische Berater Hilfe in form einer
Anleitung zu der gewaltfreien Kommunikation im Umgang mit Demenz
kranken Menschen leisten. Auch gut gegliederte Berichte von
Kindern von dementen Menschen sind sinnvoll, denn nicht immer
ist nur der Ehepartner in der Pflege aktiv. Kaffeefahrten helfen
den Mitgliedern, sich besser kennen zu lernen und entspannter
über ihre Probleme zu diskutieren. Literaturabende zum Thema
Demenz erleichtern das Entziffern von Fachbegriffen und
Therapiesystemen. Zum Weltalzheimertag kann man einen Filmabend
organisieren. Auch ausgebildete Pflegekräfte sollten ihr Wissen
zur Verfügung stellen und anschließend die vielen Fragen zu dem
täglichen Umgang mit den Patienten beantworten.
Während der Gruppenabende sollten Erkrankte,
wenn mitgenommen, von geschulten Betreuerinnen beaufsichtigt
werden, sodass die Angehörigen in dieser Zeit entlastet sind.
Manche Vereine bilden mit der Selbsthilfegruppen gemeinsam
ehrenamtliche Betreuungshelferinnen aus, die auch die pflegenden
Vereinsmitglieder auf Wunsch stundenweise entlasten.
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