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Saunieren macht Spaß und unterstützt die Abwehrkräfte

An kühlen Abenden sorgt ein Saunabad für Entspannung. Darüber hinaus bietet der Gang in die Wärme bei einer anschließenden Abkühlung auch die Möglichkeit zur Abhärtung für den Winter. Das Wechselspiel zwischen Hitze und Kälte stärkt die Wärmedämmung des Körpers nachhaltig.

Die Finnen wissen das Zusammenspiel von heißer Luft und kalten Güssen schon seit Jahrhunderten zu schätzen. Auf jeden Saunagang folgt dort eine Runde mit Schnee oder im angrenzenden Eissee. Auch wenn die Überwindung schwer fällt, ist der gesundheitliche Nutzen des Kälteschocks wissenschaftlich unumstritten.

Die Fachwelt spricht von regimen refrigerans, zu Deutsch Kältetraining oder Wiedererwärmungstraining. Das Prinzip: während die Durchblutung der Körperschale in der Sauna auf Hochtouren läuft, drosselt der Körper sie in Sekundenschnelle bei heftigem Kältereiz, um sich vor Wärmeverlust zu schützen. Durch die Wiederholung dieses Effektes trainiert der Mensch das Gefäßsystem der Haut. So reagieren die Gefäße auch im Alltag schneller und effektiver auf Temperaturunterschiede. Ein so geübter Körper kühlt im Winter langsamer aus.

Dabei wird auch auf die Abkühlung der Atemwege großer Wert gelegt, denn besonders hier wirken sich die Abkühlphasen im Winter positiv aus. Die Schleimhäute von Nase, Luftröhre und Bronchien beansprucht die kalte Jahreszeit besonders.

Die zunächst kalte Luft erreicht erst in der Lunge Körpertemperatur. Beim Ausatmen geben die Lungen diese Wärme wieder an die Atemwege ab. Ein dynamischer Ablauf, der für die Durchblutung und Abwehrfunktion der Atemwege sorgt und das heißkalte Training der Sauna effektiv unterstützt.

Am besten beginnt die Abkühlphase mit einem kurzen Aufenthalt im Freien, wo es sich tief durchatmen lässt. Anschließend bieten sich eine einfache kalte Dusche, ein Abguss mit einer einstrahligen Schwallbrause oder ein sanfter Kneipp Guss von den Armen und Beinen hin zum Herzen an.

Wer dann noch mag, nimmt ein kurzes Bad im Tauchbecken, dem heftigsten Kontrast zwischen Wärme und Kälte mit dem besten Entspannungsergebnis.

Als Faustregel gilt bei allen Abkühlungsarten, dass ein Saunabesuch pro Woche mit maximal drei Kältephasen bereitet den Körper gut auf den Winter vor. Nach den Kälteschocks beruhigt sich der Körper sehr schnell wieder und es lässt sich gut entspannen.

 

 
     

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