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Rückenschmerzen behandeln

Er hämmert, er pocht, er brennt. Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen können das Leben zur Qual machen. Schmerzmittel allein sind bei chronischen Verläufen keine Dauerlösung, da sie zur Nebenwirkungen führen können. In vielen Fällen kann eine Kombination aus Schulmedizin und Naturheilkundlichen Methoden Schmerzen reduzieren und die Lebensqualität steigern.

Naturheilkundliche Therapien setzen auf unterschiedlichen Ebenen der Schmerzwahrnehmung an. Manche Techniken reizen beispielsweise wiederholt und über einen längeren Zeitraum größere Hautflächen und lösen dabei schmerzlindernde Mechanismen im Rückenmark und im Gehirn aus. Außerdem setzen sie heilende Gefühle frei, entspannen und helfen dem Menschen zum inneren Gleichgewicht.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Verfahren wie etwa Yoga oder Meditation einen direkten Einfluss auf das Schmerzempfinden haben, wie viele Naturheilkunde Experten glauben.

Zu den Naturheilverfahren gehören so unterschiedliche Ansätze wie Heilfasten bei Rheuma, Blutegel bei Arthroseschmerzen, Capsaicinsalbe (Wirkstoff aus scharfem Pfeffer) bei chronischen Rückenschmerzen, Schröpfen im Nackenbereich bei einer krankhaften Nervenverengung der Handwurzel (Karpaltunnelsyndrom), die chinesische Massage Gua Sha bei Nackenschmerzen sowie Yoga bei chronischen Rückenschmerzen.

Experten plädieren schon lange dafür, chronische Schmerzkranke ganzheitlich zu behandeln sowie psychische Voraussetzungen und Lebensumstände mit zu berücksichtigen. Viele Vereine setzen sich mit Hilfe der eigenen Mitglieder für solche ganzheitlichen Konzepte ein.

Auf Grund des demographischen Wandels werden Gelenkschmerzen bald zu den häufigsten Krankheiten zählen. Und die Zahl der Patienten mit chronischen Rückenschmerzen hat sich in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt.

Mittlerweile leiden zirka jeder zweite Mann und jede zweite Frau in Europa an Schmerzen in Rücken, Muskeln und Gelenken. Laut Statistik kann jeder Betroffene durchschnittlich zehn Tage im Jahr vor Schmerzen nicht arbeiten gehen. 85 Prozent dieser Leiden sind unspezifisch. Das heißt, der Arzt kann trotz feinster diagnostischer Mittel keine körperliche Ursache finden.

 

 
     

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