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Alternative Medizin, was ist das eigentlich - eine Einführung

Was im Volksmund häufig alternative Medizin genannt wird, versteht sich nicht als Alternative, sondern als Ergänzung zur Schulmedizin beziehungsweise in Kombination mit dieser. Deshalb wird offiziell von komplementärer oder auch integrativer Medizin gesprochen. Zur komplementären Medizin zählen ganz verschiedene Heilschulen und Anwendungen. Nachfolgend sollen sie ein wenig geordnet werden und es wird erklärt, was sich hinter der begriffen verbirg - quasi als kleines Vokabelbuch und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Naturheilverfahren

Unter Naturheilverfahren versteht man die traditionellen Heilverfahren von Kneipp über Schröpfen bis Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) etc. Zu ihnen zählen unter anderem:

  • Ordnungstherapie, unter der man sich Entspannungsverfahren vorstellen muss, wie beispielsweise Achtsamkeitsübungen, Autogenes Training, Meditation oder die Progressive Muskelentspannung.

  • Bewegungstherapie wie Yoga, Nordic Walking, Krankengymnastik oder das Wandern.

  • Ernährungstherapie wie Heilfasten, spezielle Diäten, Nahrungsergänzungen

  • Hydrotherapie und Thermotherapie wie Kneipp'sche Güsse oder Fiebertherapie.

  • Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), die aus Pflanzen gewonnene, medizinisch wirksame Substanzen in Form von Tees oder Salben, Tinkturen, Tropfen etc. einsetzt.

  • Hausmittel oder die Volksmedizin.

Homöopathie

Die Homöopathie ist eine therapeutische Methode, die vor etwa 200 Jahren von dem Arzt Samuel Hahnemann begründet wurde. Sie kann als eine "Reiz-Reaktions-Therapie" verstanden werden. In der Homöopathie wird nach einem ausführlichen Studium der Krankheitsvorgeschichte des Patienten mit Hilfe der Ähnlichkeitsregel (von griechisch homoios = gleichartig) eine homöopatische Arznei identifiziert, die die Selbstheilungskräfte des Patienten anregen soll. Zur Homöopathie zählen:

  • Einzelmittelhomöopathie, die einzelne Substanzen allein anwendet und auch als klassische Homöopathie bezeichnet werden kann.

  • Komplexhomöopathie, die verschiedene Wirkstoffe kombiniert verabreicht.

  • Verwandt mit der Homöopathie sind die Schüsslersalze und Bachblüten.

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie befasst sich mit Funktionsstörungen am Haltungsapparat und Bewegungsapparat. Sie steht für eine Vielzahl von diagnostischen und therapeutischen Methoden, die mit den Händen ausgeführt werden. Sie umfasst Verfahren wie Physiotherapie und Massage, Chirotherapie und Chiropraktik, Fußreflexzonenmassage und Osteopathie. Nach der osteopathischen Lehre stehen die inneren Organe in direkter Verbindung zur Wirbelsäule. Eine Störung der inneren Organe zeigt sich daher immer in Fehlhaltungen oder Verspannungen.

Anthroposophische Medizin

Die Anthroposophische Medizin ist ein philosophisch begründetes Therapiesystem, das Anleihen bei der Naturheilkunde und der Homöopathie nimmt. Sie verbindet die Schulmedizin mit der Philosophie Rudolf Steiners. Zu ihr zählen unter anderem Eurythmie, Klangtherapie und Bothmer Gymnastik.

Fernöstliche Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), ist die 6000 Jahre alte Heilkunde Chinas. Es handelt sich hierbei um ein medizinisches System mit philosophischen Grundlagen - Yin und Yang als elementare Pole, Qi (spricht sich Tschi aus) als die universelle Lebenskraft; einer eigenen Systematik (System der 5 Elemente) und eigenen Diagnoseformen und Therapien. Die Therapie der traditionellen chinesischen Medizin beruht auf Heilkräutern, Akupunktur, Akupressur und Ernährungsumstellung. Sie beinhaltet darüber hinaus Empfehlungen zur Lebensführung und Körperübungen wie Tai-Chi und Qi-Gong.

Ayurveda

Zur fernöstlichen Medizin gehört auch die indische Heilkunst Ayurveda, eine Jahrhunderte alte, ganzheitliche Philosophie. Zentraler Gedanke ist die gesunde Lebensführung mit der Einheit von Körper, Geist und Seele unter Berücksichtigung sämtlicher Umweltfaktoren.

 

 
     

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