Gefahr durch Mitrauchen
Ärzte mit den den Schwerpunkten Allergologie,
Bronchologie und Raucherentwöhnung wissen über die Gefahren des
Rauchens bestens Bescheid. Oft arbeiten sie in Kliniken, die
alle Therapiemöglichkeiten für die Lunge anbieten - "alles aus
einer Hand" - von der Operation über die medikamentöse Therapie
und Aufbautraining bei Lungenkrankheiten bis zur
Lungentransplantation. Um diese umsetzen zu können, besteht
manchmal ein intensiver Kontakt mit anderen Kliniken. Damit sind
neben der fachlichen Qualifikation auch alle Grenzgebiete
abgedeckt.
Wie schädlich ist das Mitrauchen eigentlich?
Je jünger der Mensch, desto schädlicher. Dies
schließt das Ungeborene mit ein. Gedeihstörungen können die
Folge sein. Kleinkinder, Kinder und Jugendliche können vermehrt
unter Atemwegsinfekten und Asthma leiden. Erwachsene reagieren
mit einer erhöhten Infektneigung und sogar ein Lungentumor (zum
Beispiel Bronchialkarzinom) ist möglich.
Die chronische Bronchitis ist eine Hauptfolge des
Rauchens. Eine Prophylaxe ist möglich
Die einzige Prophylaxe besteht im
Nichtrauchen beziehungsweise in der Aufgabe des Rauchens. Jeder
Zeitpunkt, das Rauchen einzustellen, hat einen positiven Effekt
auf die Atemwege und die Lunge - auch noch nach dem 60. oder 70.
Lebensjahr.
Welche Therapie empfiehlt sich bei chronischer
Bronchitis?
Erstens: das Rauchen aufgeben, zweitens:
nicht rauchen und drittens: auf das Tabakkonsum verzichten. An
vierter Stelle steht dann die Behandlung mit inhalativen
Medikamenten. Das kann Erleichterung verschaffen, löst aber das
Hauptproblem nicht: die Einwirkung des Reizstoffes Rauch. Die
Symptome dieser Art von Bronchitis lassen sich zwar lindern, die
Erkrankung kann aber nicht komplett geheilt werden. Wenn nicht
nur eine Bronchitis vorliegt, sondern auch das Lungengewebe
angegriffen ist(Lungenemphysem - zu deutsch "Löcherlunge") und
eine erhebliche Einschränkung vorliegt (fast Bettlägerigkeit),
dann ist eine Lungentransplantation die letzte Möglichkeit.
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