Bei Zahnverlust: Implantate
Implantate sind industriell gefertigte
künstliche Zahnwurzeln aus Titan, die in verschiedene Längen und
Durchmessern angeboten werden. Bei Verlust seitlicher
Backenzähne steht häufig zur Diskussion, ob eine Implantation
möglich ist, um einen festsitzenden Zahnersatz zu ermöglichen.
In der Planungsphase werden Höhe und Breite
des vorhandenen Knochenangebots sowie dessen Beziehung zu
wichtigen anatomischen Strukturen geprüft. So ist zum Beispiel
im Oberkieferseitenzahnbereich Lage und Ausdehnung der
Kieferhöhle von Bedeutung.
In vielen Fällen reicht die Anfertigung einer
Panoramaröntgenaufnahme, bei der vom Patienten eine im
Dentallabor angefertigte Schablone getragen wird. In schwierigen
Fällen kann auch die Anfertigung aufwendiger Röntgenaufnahmen
(wie CT oder DVT) nötig sein.
Im Rahmen dieses Termins sollte auch
besprochen werden, welcher Zahnersatz angefertigt werden soll.
Für Länder mit gesetzlich versicherten Patienten ist hier von
Interesse, dass sich viele Krankenkassen auf Grund eines
manchmal seit Jahren etablierten befundorientierten
Zuschusses an den Kosten für den Zahnersatz beteiligen. Die
Kosten für die Implantation selbst werden jedoch entweder
bezuschusst oder nicht.
Die entsprechend der Planung bestellten
Implantate werden in einer oft nur kleinen Operation in den
Kiefer eingebracht. In manchen Fällen mit schwieriger
Knochensituation kann ein Knochenaufbau mit eigenem oder
künstlich hergestelltem Knochenmaterial erforderlich sein. Nach
Einbringen der Implantate sind je nach anatomischer Situation
Einheilphasen von mehreren Monaten abzuwarten, bevor man den
endgültigen Zahnersatz herstellt.
Beim Verlust eines kleinen Backenzahns zum
Beispiel kann der Zahn durch ein Implantat ersetzt werden. Nach
der Abdrucknahme, Modellherstellung und Fertigstellung der
prothetischen Arbeit im eigenen Praxislabor kann man den
Patienten innerhalb von 10 Tagen mit einer metallkeramischen
Brücke im Oberkiefer versorgen.
|