Lernschwäche und Altersdemenz
entgegenwirken
Im Alter lässt das Gedächtnis nach, ein
natürlicher Prozess, dem sich die Betroffenen aber nicht
willenlos ergeben müssen. So, wie sich die Muskeln mit
sportlichen Übungen fit halten lassen, bringen auch geistige
Übungen die grauen Zellen wider auf Trab.
Unter dem Stichwort Gehirnjogging oder MAT -
"Mentales Aktivierungs-Training" entwickelten Experten
zahlreiche Aufgaben. Es handelt sich dabei um einfache
Wortspiele oder Zahlenspiele, die nicht überfordern, sondern die
Hirnleistung ankurbeln. Ein Beispiel: einen Text einmal mit auf
dem Kopf stehenden Buchstaben lesen. Diese Übung aktiviert das
räumliche Vorstellungsvermögen, da das Gehirn außerhalb der
Gewohnten Bahnen arbeiten muss.
Ziel des Gehirntrainings ist es,
Alltagssituationen so lange wie möglich allein zu meistern.
Zwanzig bis 30 Minuten täglich reichen bereits aus. Die
Knobelaufgaben sollten auf eine Viertelstunde vormittags und
eine Viertelstunde nachmittags verteilt werden. Nach den
Erfahrungen der Fachleute, lässt sich der Effekt durch Bewegung
steigern. So bringt ein Spaziergang den Stoffwechsel und somit
das Gehirn zusätzlich auf Touren. Manche Joggingaufgaben lssen
sich auf dem Hometrainer meistern.
Die Gehirnübung zielt vor allem auf die
Schnelligkeit der Informationsverarbeitung im Hirn und die
Merkspanne. Dabei handelt es sich um die Menge an Informationen,
die Menschen kurzzeitig behalten können.
Gedächtnisexperte haben herausgefunden, dass
sich beides positiv auf die komplexen Leistungen des Gehirns
auswirkt. Gehirnjogging wirkt dabei wie ein Impuls. Es setzt in
den Hirnzellen Energie für Konzentration und Merkfähigkeit frei.
Daher handelt es sich auch um einen speziellen Denksport, der
nicht zu verwechseln mit Kreuzworträtsel oder Sudoku ist.
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