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Pflanzenextrakte gegen Hautalterung

Pflanzen enthalten eine Vielzahl interessanter Naturstoffe, die der Haut gut tun. Cremes und Salben aus Pflanzenextrakten helfen gegen Hautalterung, Sonnenbrand und können mitunter eine Alternative zu Cortisol und Kortisonpräparaten sein.

Der Nutzen von Pflanzenextrakten zur Behandlung von Hautkrankheiten ist bisher nur ansatzweise erforscht. Viele Forscher wollen dies ändern. Statt auf chemisch synthetische Substanzen setzt man auf natürliche Stoffe, wie sie in Guaven, Rotklee, Avocados, Wassernabel oder Weizenkeimen vorkommen.
Zusätzliche Informationen über Behandlungen mit Heilkräutern sind im heilpflanzlichen Teil dieser Seite zu finden.

Die Extrakte aus der ganzen Pflanze wirken oft besser als der isolierte Einzelstoff, behaupten Experten. Ein gutes Beispiel ist das Weizenkeimöl: Das enthaltene Vitamin E  (es ist wichtig für die Regeneration der Haut) - wird in seiner natürlicher Form langsamer abgebaut als künstlich hergestelltes Vitamin E. Außerdem zeigt das Öl eine verbesserte Aufnahme durch die Haut, weil die chemische Struktur der Fettsäuren denen der Haut ähnelt. Aus demselben Grund haben die Hersteller von Kosmetika die Vorzüge von Pflanzen als Ausgangsbasis für ihre Produkte erkannt. Hochwertige Öle aus Jojoba, Avocado oder Mandeln ähneln in ihrer Zusammensetzung dem Hautfett und sind daher besser verträglich..

Wichtig für die therapeutische Anwendung von Pflanzen bei Hauterkrankungen ist neben der Wirksamkeit die Sicherheit - stammen doch einige der häufigsten Allergieauslöser aus Pflanzen. Daher sollte es eng mit der Hautkliniken zusammen gearbeitet. In Studien werden standardisierte Pflanzenextrakte getestet.

Inzwischen haben sich die positiven Wirkungen der Naturmedizin bei Sonnenbrand, Neurodermitis, trockener Haut und Schuppenflechte erwiesen. Aktuell läuft eine Studie zu einem neuartigen pflanzlichen Cremegel mit Extrakten aus Johanniskraut und Bartflechten zur Behandlung von unreiner Haut und leichter Akne. Regelmäßiges Eincremen allein reicht für eine junge, gesunde Haut nicht aus. Genauso wichtig ist neben der richtigen äußerlichen Pflege die Versorgung der Haut von innen. Man weiß aus Laseruntersuchungen, dass Menschen, die sich gesund ernähren sehr viele Antioxidantien (auch Oxidationshemmer genannt) in der Haut aufweisen - das ist ein sehr guter Zellschutz.

Umgekehrt ist in Studien nachgewiesen worden, dass eine ungesunde Lebensweise den Antioxidantiengehalt sinken lässt. Als Folge altert die Haut schneller und kann sich schlechter regenerieren. Obst und Gemüse mit einem hohen Anteil an Antioxidantien aus sekundären Pflanzenstoffen (zum Beispiel rote Tomaten oder Brokkoli) eignen sich daher also bestens für die Hautpflege von innen.

Neben den interessanten Erkenntnissen, die sich bei der Untersuchung bekannter heimischer Pflanzen ergeben, bieten exotische Gewächse noch ein ungeheueres Potenzial für neue Hautarzneimittel und Kosmetika. Ein Beispiel ist der grüne Tee, der derzeit mehr und mehr erforscht wird. Für Forscher gibt es daher noch reichlich Arbeit, um aus dem Schatz der Natur weitere wirksame und sichere Inhaltsstoffe für eine gesunde Haut zu entwickeln.

 

 
     

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