Diagnose Tumor: Patienten nicht alleine lassen
"Sie haben einen Tumor" - mit dieser Diagnose
umzugehen ist mehr als schwierig, wissen die Onkologen nur zu
gut. Die Spezialisten für Krebserkrankungen treffen viel zu oft
auf Menschen, deren Leben durch eine Erkrankung aus den Fugen
gerät.
Oft wird man dann kopflos, wird aus dem
Klinikalltag berichtet. Man sollte darauf achten, sich nach
einer solchen Diagnose an Einrichtungen zu wenden, die
Zentrumsfunktion haben. Dort bestehen die besten
Behandlungsmöglichkeiten, denn viele davon haben ein
interdisziplinäres Team: Onkologen, Radiologen,
Gastroenterologen, Gynäkologen, Urologen. Alle sind
untereinander vernetzt und treffen sich regelmäßig zur
Tumorkonferenz.
Allgemein ist darauf hinzuweisen, dass sich
in der vergangenen Jahren durch die Tumorforschung viel zum
Positiven geändert hat. Generell sollte man als Arzt nicht immer
nur mit Messer, Strahl oder Spritze denken.
Heilpflanzen in der Krebstherapie
Mistel (Viscum album) wird in der
Palliativbehandlung als unspezifische Reiztherapie bei malignen
Tumoren eingesetzt. Einige Mistelpräparate enthalten lediglich
Lektin, andere sind anthroposophische Präparate, die aus
verschiedenen Wirtsbäumen der Mistel gewonnen werden. Darüber
hinaus eignen sich manche Heilkräuter als begleitende Therapie
zur Linderung von Symptomen, zum Beispiel bei Depressionen,
Übelkeit,
zur Appetitanregung,
Sedierung, Immunmodulaton.
Welche Tumore treten gehäuft auf
In erster Linie sind dies fortgeschrittene
Krebserkrankungen, kaum Leukämien. Zudem Erkrankungen des
Magen-Darm-Traktes, Lungenkrebserkrankungen oder Tumore
gynäkologischen oder urologischen Ursprungs. In die Krebszentren
werden allerdings auch oft Patienten mit seltenen Erkrankungen
überwiesen, die eine Zweitmeinung einholen möchten.
Therapieformen der onkologischen Klinik sind
die medikamentöse Therapie, Chemotherapie, Strahlentherapie und
Antikörpertherapie, die Therapie der kleinen Moleküle, sowie
Multimodale Therapien, darunter Chemo- oder Strahlentherapien,
die Operationen ermöglichen und ein Rückfallrisiko minimieren.
Über zuwenig Arbeit kann sich ein Onkologe
wirklich nicht beklagen. Tausende von Patienten pro Jahr werden
stationär behandelt, ambulant sind das noch einmal 3 bis 4 mal
mehr. Betrachtet man die Diagnose "Darmkrebs", so lässt sich
sagen, dass allein 6 Prozent aller Menschen im Laufe ihres
Lebens ein Dickdarmkarzinom entwickeln. Ab dem 55. Lebensjahr
ist daher die Koloskopie - also eine Darmspiegelung - ein
wichtiges Mittel der Frühdiagnostik.
Bei genetischer Vorbelastung und Krebsfällen
in der Familie sollte man natürlich früher vorstellig werden.
Bei der Frage, ob es heute eine aussichtsreiche
Behandlungsmethode für fortgeschrittene Darmkrebserkrankungen
gibt, kann man sagen, dass beim Enddarmkrebs versucht wird, das
Rückfallrisiko durch vorherige Bestrahlung und eine
Nachbehandlung zu minimieren. Auch eine postoperative
Chemotherapie kann Rückfälle bis zu 50 Prozent senken.
Die Zahl der Krebserkrankungen nimmt in der
heutigen Zeit zu
Natürlich sind Krebserkrankungen auch
ein Problem älter werdender Menschen, die Zellen können in
zunehmendem Alter haüfiger entarten. Jenseits der 60 erhöht sich
das Krebsrisiko. Auch nehmen Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs
und Darmkrebs zu. Ein Risikofaktor ist und bleibt dabei die
Gewichtszunahme. Dabei spielt natürlich auch die Ernährung eine
wichtige Rolle. Schließlich steigt auch die Lebenserwartung, die
Menschen werden immer älter und somit verschiedener
Risikofaktoren länger ausgesetzt.
Man versucht darüber hinaus, nicht nur bei
Akutprobleme zu helfen. Patienten werden nicht allein gelassen,
die Palliativ-Medizin versucht, Erkrankten das Leben
erträglicher zu machen. Auch Psycho-Onkologen vor Ort tragen
dazu bei.
|