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Gesundes kann auch gut schmecken

Ein paar Radieschen auf einem grünen Salatblatt, ungesalzenen trockene Kartoffeln, Magerquark auf Knäckebrot - wohl kaum jemandem läuft bei dieser Menüvorstellung das Wasser im Mund zusammen. Der Begriff gesunde Ernährung ist für viele negativ besetzt.

Neue Erkenntnisse räumen mit der Vorstellung einer salzarmen und fettreduzierten Ernährung auf. Noch nie wahr gesundes Essen so gutschmeckend wie heute. Und mehr als das: Zusammenhänge erst einmal verstanden, können über das tägliche Essen sogar Krankheiten wie Fettleibigkeit, Rheuma, Diabetes, Bluthochdruck und koronare Herzkrankheit beeinflusst werden. Der Verzehr von Obst, Gemüse und Olivenöl einerseits sowie von fettem Fisch und Hülsenfrüchten auf der anderen Seite scheinen gut für die Gesundheit zu sein. So lässt sich aus der Kombination einer asiatischen und mediterranen Küche - mit Kräutern und Gewürzen abgeschmeckt - eine Ernährung zubereiten, die sowohl die Gesundheit als auch den Gaumen erfreut.

Dass Geschmack und Gesundheit zusammengehören, haben die Chinesen schon lange erkannt. Bei der Ernährungslehre der Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) handelt es sich um eine Kombination aus Kräutern und Nahrungsmitteln des täglichen Gebrauchs. Obwohl die Chinesen mehr Kalorien pro Körpergewicht zu sich nehmen als die Amerikaner, sind sie deutlich schlanker. In China ist es undenkbar, eine Mahlzeit auszulassen.

Nahrungsergänzungsmittel: was übernehmen die Kassen?

Interessanterweise decken sich die Erkenntnisse aus dem traditionellen System der chinesischen Medizin zum Teil mit der modernen Ernährungslehre. In der groß angelegten China Studie von T. Colin Campbell haben Wissenschaftler in den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Essgewohnheiten in China untersucht, da Krebsarten und andere Erkrankungen seltener auftraten. So ist zum Beispiel die Rate an Brustkrebs deutlich niedriger. In ihrer Arbeit kamen die Forscher zu dem Schluss, dass eine abwechslungsreiche, qualitativ hochwertige und auf Pflanzen basierte Kost Krebs, Stoffwechselprobleme wie Diabetes mellitus oder Gefäßerkrankungen allgemein und des Herzens vorbeugen könnte.

Nach dem TCM Prinzip sollte der Hauptbestandteil der alltäglichen Kost aus Getreide und leicht erhitztem Gemüse bestehen. Grundsätzlich ist die Ernährung reich an gekochtem Getreide, Hülsenfrüchten, Soja Produkte, kurz angebratenem Gemüse, etwas Obst, Fisch, Nüssen und wenig Fleisch. Wichtig ist das regelmäßige Essen ohne Stress und Hektik.

Gesunde Ernährung kann aber nicht nur vorbeugend wirken, sie kann auch krankhafte Prozesse im Körper umkehren. Vor allem Fett und Salz als versteckte Krankmacher werden dadurch vermieden. So hat die so genannte Lion Heart Studie erstmals nachgewiesen, dass es möglich ist, durch einen veränderten Lebensstil krankhafte Prozesse der Koronargefäße zurückzubilden und somit die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt zu reduzieren.

 
     

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