Mediterrane Ernährung
Die mediterrane Küche verwendet in großen
Mengen Brot, Getreide, Nudeln und Reis. Es wird zwar Fleisch
gegessen, aber kaum rotes Fleisch (8-10 Mal im Monat), sondern
Geflügel und Fisch. Die Lebensmittel sollten aus der Region
stammen, dann sind sie nur wenig bis gar nicht verarbeitet,
entsprechend der Saison ausgewählt und können frisch zubereitet
werden. Was den Nährstoffgehalt betrifft, ist diese
naturgerechte Ernährung durch einen hohen Gehalt an sekundären
Pflanzenstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen
gekennzeichnet.
Weiterhin werden Hülsenfrüchte, frisches
Obst, Gemüse und Nüsse in Kombination mit Milch und weiteren
Molkereierzeugnissen oft gegessen. Da diese Lebensmittel relativ
kalorienarm sind, muss der Energiebedarf des Körpers durch Fette
gedeckt werden. Es muss ganz klar gesagt werden, dass der
gesundheitsfördernde Effekt der mediterranen Ernährung nicht auf
einer reduzierten Fettzufuhr basiert. Im Gegenteil, einer der
Hauptenergielieferanten hierzu ist das Olivenöl. Reduziert ist
"lediglich" der Anteil an
gesättigten Fettsäuren. Der Fettanteil
der Speisen ist relativ hoch, ungefähr 30 E%( Energieprozent), 27 E%
davon sind aber ungesättigte Fettsäuren, enthalten in
(fett-)Fischen und Olivenöl (vergl.
reduzierte Kalorienaufnahme). Fisch wird häufiger als Eier und
Geflügel verzehrt. Der getrunkene Alkohol ist Rotwein und wird
moderat zu den Mahlzeiten konsumiert. Der Schutz vor
Arterienverkalkung und koronaren Herzkrankheiten ist eine der
wichtigsten Wirkungen dieser Kost. Um sie zu genießen, muss man
also nicht mal krank sein.
Ernährungsbedingte Einflüsse zur
Prävention der KHK und Arteriosklerose:
• Vermehrter Genuss von Gemüse, Obst und
Vollkornprodukten.
• Regelmäßiger Verzehr von Fisch.
• Verbesserung der Insulinresistenz, die Zellen reagieren besser
auf Hormone.
• Verbesserte Funktion der Zellen der Arterienwand.
• Reduktion der Entzündungsaktivität.
• Deutliche Reduktion gesättigter Fettsäuren.
• Erhöhter Konsum ungesättigter Fettsäuren, v. a. der einfach
ungesättigten.
• Senkung der LDL-Cholesterinwerte.
•Verminderte Gerinnbarkeit des Blutes (erniedrigtes
Infarktrisiko).
•Senkung des Risikos des plötzlichen Herztodes.
• Verminderte Lipidoxidation.
Nahrungsergänzungsmittel: was übernehmen die Kassen?
Die Auswahl der Produkte ist keine Wissenschaft
Die mediterrane Ernährung ist nicht künstlich
entstanden und hat keinen Erfinder. Sie hat sich sehr früh in
den südlichen Teilen Europas spontan entwickelt - man hat
einfach das gegessen, was zur Verfügung stand. Erst später
konnten die damit verbundenen erniedrigten gesundheitlichen
Risiken analysiert und teilweise erklärt werden. Es gibt
Spekulationen, dass neben den Zutaten auch geschlechtsspezifische Rollenverteilungen,
gemeinsame Mahlzeiten und harte
körperliche Arbeit eine Rolle spielen sollen. Tatsache ist aber,
dass allein stehende Büroangestellten von der mediterranen Diät
genauso profitieren, wie alle anderen.
Es kommt auch nicht auf irgendwelche fest
definierte Nahrungsmittel an, sondern auf bestimmte
Inhaltsstoffe. Sojaöl und Senföl sind reich an ungesättigten
Fettsäuren (genauso wie Olivenöl). Menschen aus Asien, die diese
Öle als Fettquelle für ihre Ernährung benutzen, erleiden ebenso
seltener Herzinfarkte als Menschen, die vermehrt tierische
Fette verzehren. In Japan werden häufig Fisch und Meeresfrüchte
konsumiert, beide sind reich an Omega-3-Fettsäuren.
Dementsprechend ist dort das Risiko des plötzlichen Herztodes erniedrigt.
Ein Kochrezept muss nicht unbedingt den
Zusatz "Mediterran" tragen, um ein Gericht gemäß der
Ernährungsgewohnheiten des Mittelmeerraums zu ermöglichen.
Lediglich die unpassenden Zutaten müssten durch Alternativen ersetzt werden.
Lebensmittel der mediterranen Ernährung
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