Spezialdiäten
Sehr oft praktiziert ist die Haysche
Trennkost: Grundidee dieser Methode ist die Trennung der
Nahrungsmittel in basische und saure Zutaten. Kohlehydrate und
Proteine sollen nicht kombiniert verzehrt werden. Während die
physiologischen Ausgangspunkte der Trennkost akademisch
unzumutbar sind, resultiert praktisch eine angemessene, obst-
und gemüsereiche Ernährung. Immerhin ist die Trennkost eher
selten langfristig erfolgreich, da die Motivation der
Betroffenen mit steigendem Erfolg langsam herabsinkt. Die
Trennkost sollte mit dem
körperlichen Säuregehalt nicht verwechselt werden. Mit den
beiden Begriffen sind unterschiedliche Therapieansätze gemeint.
Auf dem Markt sind viele Spezialdiäten zur
Gewichtsabnahme zu finden. Die meisten sind grundsätzlich
erfolgreich, ohne Weiteres jedoch nicht auf Dauer. Das
grundlegende Hauptproblem, genauer gesagt die schlechten
Essgewohnheiten müssen konfrontiert werden. Nur so wird nach
Fortsetzen der üblichen Ernährungsform ein zügiger Wiederanstieg
des Gewichtes (Jojo-Effekt) vermieden. Das sonst entstehende
Weight cycling zwischen Über- und Untergewicht ist extrem
gesundheitlich schädlich.
Ernährungstherapie bei Hyperlipoproteinämie,
Arteriosklerose, Diabetes mellitus
Nach aktuellen Erkenntnissen sollte bei
diesen Problemen des Metabolismus bzw. ihren Symptome eine
mediterrane Ernährung eingesetzt werden. Die schützende
Auswirkung dieser Nahrungsmittelkombination ist nicht mit der
Höhe der LDL- und HDL-Cholesterin-Blutwerten und der
Triglyceridkonzentration verbunden und kann diese
Parameter nicht ändern. Aus diesem Grund ist eine Minderung der
Fettzufuhr auf 30% der aufgenommenen Energie sinnvoll. Diäten
mit sehr wenig Fett, wie zum Beispiel die Ornish-Diät, werden
heutzutage eher selten empfohlen.
Nahrungsergänzungsmittel: was übernehmen die Kassen?
Für Diabetiker gibt es nach aktuellem
Wissensstand keine ausreichenden Gründe, auf diabetische
Produkte zu verzichten. Da diese Nahrungsmittel einen nur leicht
veränderten Geschmack aufweisen, müssen Menschen mit Diabetes
mellitus ihre Essgewohnheiten nicht unbedingt drastisch ändern.
Sie sollten aber die Zusammensetzung der Ausgangsprodukte ändern
- ballaststoffreiche Ernährung mit über 50 g täglich hat
günstige gesundheitliche Effekte. Unter den Kohlenhydraten
sollten solche bevorzugt werden, die zu einer verhältnismäßig
niedrigen Sekretion von Insulin führen. Das sind Nährstoffe mit
geringem glykämischem Index. Vollkornbrot, Vollkornreis und
Hülsenfrüchte haben einen niedrigen GI; Weißbrot und
zuckerhaltige Speisen haben einen hohen Index.
Auf der nächsten Seite sind weitere
alternative
Ernährungsformen aufgelistet, die eher weniger
wissenschaftlich belegt sind, aber trotzdem häufig
(Vegetarismus, Rohkosternährung) eingesetzt werden.
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