Fastentherapie
Fasten ist der selbst gewünschte Verzicht auf
feste Kost und Genussmittel für begrenzte Zeit. Bei korrekt
durchgeführtem Fasten entsteht kein Hungergefühl und eine gute
Leistungsfähigkeit ist gewährleistet. Geeignete Krankheiten für
Fastentherapie in der Naturheilkunde sind Polyarthritis,
rheumatoide Arthritis, Hypertonie. Bei metabolischem Syndrom ist
das Fasten ein geeigneter Einstieg für anschließende nachhaltige
Lebensstilmodifikation.
Weitere Erkrankungen, bei denen ein
freiwilliger Nahrungsentzug von Vorteil sein kann:
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COPD, Asthma
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Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
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weitere chronische Darmerkrankungen und Reizdarm
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Schmerzsyndrome des Bewegungsapparates wie Rückenschmerzen
- Nackenschmerzen, Tendomyopathie (Fibromyalgie)
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Migräne, chronischer Kopfschmerz
Bei Grippe kann ein kurzzeitiges Heilfasten von
wenigen Tagen das Immunsystem günstig beeinflussen. Für
Wirkungen bei den oben genannten Erkrankungen wird eine
Mindestfastendauer von 6-7 Tagen benötigt. Längere
Fastentherapien bis zu 3-4 Wochen können bei
passendem
Körpergewicht / Konstitution eventuell durchgeführt werden. Das
Fasten bei Krankheiten sollte jedes Mal unter ärztlicher
Überwachung und Planung durchgeführt werden. Das aus
prophylaktischen und religiösen Gründen praktizierte Fasten für
Gesunde wird an etlichen Institutionen auch durch
Nichfachleute angeboten. Aufgrund der starken Konkurrenz lohnt
sich hierzu ein Vergleich immer.
Bei manchen Fastenindikationen wie der
Migräne sollte das Fasten nicht zu Hause erfolgen, sondern im
Krankenhaus durchgeführt werden. Eine Medikation mit
antidiabetischen und diuretischen Substanzen, Antihypertonika
und Antikoagulanzien sollte während des Fastens durch einen Arzt
reduziert werden. Die Dosis der Harnsäure ausscheidenden
Medikamente wird erhöht. Regelmäßige Kontrollen der Blutwerte
(Gerinnungssystem, Kalium, Natrium) und des Blutdrucks sind
empfehlenswert.
Nahrungsergänzungsmittel: was übernehmen die Kassen?
Während des Fastens besteht ein erhöhtes
Wärmebedürfnis; das Schlafbedürfnis ist oft verringert. Eine
verlängerte Reaktionszeit kann auch auftreten, es sollten keine
Tätigkeiten ausgeübt werden, die hohe Aufmerksamkeit benötigen.
Der Nahrungsentzug selbst kann den Kreislauf destabilisieren,
dagegen helfen angemessene Bewegungsübungen und Hydrotherapie.
Die häufige Darmreinigung durch Abführmittel (Laxanzien) und
Einläufe ist mit Kaliumverlust verbunden, was die Herzfunktion
stören kann. Beim Kaliummangel, auch Hypokaliämie, werden
gehäuft Rhythmusstörungen (Arrhythmien) und beschleunigter Puls
beobachtet. Das ist der Grund, warum die Elektrolytwerte im Blut
manchmal unbedingt kontrolliert werden müssen.
Das Fasten ist komplizierter als eine
einfache Nahrungskarenz.
Bei der Fastendurchführung sind bestimmte Einzelheiten unbedingt zu
beachten.
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