Durchführung des Fastens
Bei Nahrungskarenz kommt es physiologisch zu
einer Energienutzung durch Fettverbrennung (Lipolyse)
körpereigener Fettvorräte. Häufig entsteht dabei ein überwiegend
nicht relevanter "saurer" Atem (Azidose). Es folgt eine Vielzahl
endokrinologischer Anpassungsvorgänge des Körpers: Sekretion von
Adrenalin und Ausschüttung von Cortisol. Die erhöhte
Konzentration dieser beiden Hormone sorgt für die
entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung des Fastens.
Sie sind auch für die manchmal beobachtete euphorische Stimmung
verantwortlich.
Ein richtig durchgeführtes Fasten beinhaltet:
-
ausreichend Flüssigkeiten trinken, mind. 2,5 Liter täglich,
möglichst kalorienarm: Gemüsesaft und Obstsaft (eine Unterform,
das sogenannte Saftfasten), Mineralwasser, Gemüsebrühe, Molke
bei Molkefasten. Auch Honig kann gegessen werden, jedoch sollten
500 kcal pro Tag nicht überschritten werden. Fencheltee,
Kamillentee, Früchtetee etc. sind ebenso geeignet, aber kein
Schwarztee und keine zuckerfreien, koffeinhaltigen Getränke
wegen der Gefahr einer Koffeinabhängigkeit.
-
Aktivierung verschiedener Körperorgane mit ausscheidender
Funkion: die Nieren durch die erhöhte Trinkmenge, der Darm
mittels Einläufe und abführender Salze, die Lunge durch
Bewegung, Atemtherapie und Aromatherapien. Die Haut gilt als das
größte Organ und erfüllt ebenso eine entgiftende Funktion
(Schweiß und Urin sind zwei sehr ähnliche Substanzen), die durch
Saunieren in der Sauna oder woanders, Hydrotherapie und Wickel
gesteigert wird.
-
Beanspruchung der Muskeln durch leichten Sport und weitere
Bewegungsarten wie Nordic Walking, Spaziergänge, langsames
Radfahren.
-
ausreichend Schlafen
Nach dem Fasten sollte eine grundliegende, fundierte
Ernährungsumstellung erfolgen, was ein gesünderen Lebensstil
ermöglicht.
Das Gehirn braucht Dextrose (Glucose). Bevor
ein Glukose-Ersatz aus körpereigenem Fett gebildet werden kann,
die sog. Ketonkörper (Ketokörper), muss der Glucosespiegel im
Blut hoch genug gehalten werden, damit die Gehirnzellen
weiterhin adäquat mit Energie versorgt sind. Deswegen ist eine
ausreichende (aber nicht zu hohe!) Glukosezufuhr besonders zu
Beginn des Fastens sehr wichtig. Geeignete Quellen sind Säfte
und Honig.
Heilfasten ist mit Gewichtsverlust verbunden und
kann bedingt zum Abnehmen benutzt werden. Selten sind auch Nebenwirkungen
beobachtet.
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Nahrungsergänzungsmittel: was übernehmen die Kassen?
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