Erfolgsraten und Zahlen beim Fasten
Die mögliche Gewichtsabnahme beim Fasten
hängt von dem Geschlecht und dem Alter, dem Ausgangsgewicht und
der Fastenerfahrung ab. Sie beträgt durchschnittlich ungefähr
300-500g täglich, am Anfang 500-1500g durch
Wasserverlust. Der Gewichtsverlust beträgt 3-5kg pro Woche,
der Fettverlust aber maximal 1,5kg. Somit ist Fasten bei
Adipositas eine geeignete, aber keine alleinige Therapie.
Bei sehr Übergewichtigen mit
Body-Mass-Index über 40 sollte am Anfang gar keine Fastentherapie
eingesetzt werden. Bedingt durch die oft primäre Essstörung, kommt es
nach der Fastentherapie bei diesen Menschen nicht selten zu einer rasanten
Gewichtszunahme. Hier ist eine dauerhafte Reduktionskost unter
1500 kcal pro Tag und gesteigerte, aerobe Bewegungstherapie
sinnvoller.
Ausschlusskriterien für jegliche
Nahrungskarenzformen sind:
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- schwaches Immunsystem, medikamentöse
Immunsuppression
- Tumorerkrankungen besonders während der aggressiven
Akutbehandlung
- entgleiste Herzerkrankungen wie instabile Angina Pectoris
- Stillzeit und Schwangerschaft
- Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz, Porphyrie
- Depressionen und Psychosen, da das emotionale
Allgemeinbefinden unter dem Fasten schwankender wird.
- weitere psychisch basierte Essstörungen wie Bulimie,
Heißhungeranfälle, Binge Eating, Anorexie, Adipositas permagna
(ausgeprägtes Übergewicht, BMI über 40) |
Untergewicht ist keine absolute Kontraindikation, wenn keine
Mangelerscheinungen feststellbar sind.
Nahrungsergänzungsmittel: was übernehmen die Kassen?
Neben dem Molkefasten und Saftfasten werden
auch kommerzielle Formuladiäten zum Gewichtsverlust, zum
Beispiel Slim-Fast und Optifast, angeboten. Die sind speziell
zusammengesetzt, um die täglich empfohlene Energiezufuhr nicht
zu überschreiten. Manchmal sind sie auch entsprechend einzeln
verpackt, so ist die Orientierung bei der Dosierung erleichtert.
Es ist unwichtig, welche Fastenform gewählt wird, solange die
Hauptprinzipien des Heilfastens berücksichtigt werden: viel
Trinken und weniger als 500 Kilokalorien pro Tag. Nach dem
Fasten ist immer eine Lebensstiländerung ratsam.
Nebenwirkungen des Fastensens
Gefährliche unerwünschte Wirkungen sind in
der Regel selten beim fachgerecht durchgeführten Fasten.
Ungeübte sollten sich auf jeden Fall beraten lassen. Der
anfängliche Proteinverlust zur Glukosegewinnung für die
Versorgung der Hirnzellen wird durch Honig, Molke, Obst und
Gemüsesäfte vermieden. Auch eine ausreichende Bewegung wirkt
gegen den möglichen Proteinabbau.
Totale Nahrungskarenz (Nulldiät) führt zu
ausgeprägtem Eiweißverlust und darf nicht vorgenommen werden.
Eine begleitende Aufnahme von Spurenelementen und Vitaminen kann
nicht als sinnlos bezeichnet werden, ist aber auch nicht
unbedingt notwendig.
Einführung in
die Ernährungstherapie
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