Heilpflanzen: Einführung in die Phytotherapie
Die Phytotherapie basiert auf der Behandlung
von Krankheiten mit Pflanzen, Pflanzenteilen und ihren
isolierten Inhaltsstoffen in unterschiedlicher Zubereitung und
Konzentration. Das sind Präparate, die aktive Substanzen von
ausschließlich Gewächsen oder Kombinationen davon in rohen oder
unbearbeitetem Zustand enthalten. Die Substanzen selbst können
in den oberirdischen oder unterirdischen Teilen der Pflanze
gebildet worden sein und sind zum Beispiel Gummen, Milchsäfte,
fette Öle, Pflanzensäfte, ätherische Öle. Hildegard von Bingen
hat mehrere Heilpflanzen aus der Volksmedizin beschrieben (Physica
und Causae et curae) und sie in die Klostermedizin integriert,
was zu der Zeit die höchstentwickelte Gesundheitsinstanz
entsprach.
Wirksame Inhaltsstoffe
Die Phytotherapeutika sind Vielstoffgemische,
da die Pflanze oder ihre Teile in ihrer Gesamtheit genutzt
werden. Die medizinische Wirkung einiger Extrakte ist schon seit
Jahrtausenden bekannt. Die Wirkstoffe, deren genauer Aufbau
durchaus zum Verständnis der Wirkungsweise im Körper beitragen
kann, wurden dagegen erst vor relativ kurzer Zeit genau
untersucht. Wichtige Arzneigruppen sind dabei Vitamine,
Herzglykoside, Alkaloide, Quellstoffe und weitere Kombinationen,
die demnächst aufgelistet sind.
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Pflanzliche Wirkstoffgruppen
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Pflanzliche Einzelsubstanzen
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Medikamente, die eine einzige aktive
pflanzliche Substanz enthalten sind keine Phytotherapeutika
mehr, da sie keinen Gemischen entsprechen. Beispiele sind
Digoxin, Kodein, Koffein und Menthol. Eine Übersicht ist ebenso
vorhanden.
Fertige Produkte
Fertigarzneimittel aus Heilpflanzen sind mit
bestimmten Informationen versehen, um dem
Patienten jeder Zeit eine Überprüfung zu ermöglichen. Wichtig
sind dabei die Art des Produktes (Trockenextrakt, Tinktur, Droge
oder andere) und die Menge des aktiven Wirkstoffs entweder pro
Einzeldosis bei festen Arzneiformen oder pro Packung bei
flüssigen Arzneiformen, zum Beispiel 500 mg Extrakt pro Pille.
Auch die Art und Konzentration des Extraktionsmittels,
Indikation und Tagesdosis sind von Interesse.
Pflanzenzubereitungen für Nahrungsergänzungs- oder diätetische
Lebensmittel sind oft nicht auf dieser Weise standardisiert.
Allgemein sollen die Präparate qualitativ hergestellt, wirksam
und unbedenklich sein. Anders zubereitete Wirkstoffe aus
derselben Pflanze haben übrigens nicht immer dieselbe Wirkung,
deswegen sollte man nur die empfohlene Darreichungsform
benutzen.
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Heilpflanzen werden in vielen
internationalen
Therapierichtungen eingesetzt. Die Anthroposophischen
Medizin benutzt zum Beispiel Mistel bei Karzinomen, die
Homöopathie setzt Pflanzen in potenzierter Form ein.
Weitere Anwendungen findet sich in der chinesischen,
tibetischen, und ayurvedischen Kräutermedizin. Es ist
beachtenswert, dass auch in den asiatischen Ländern
viele der in Europa bewährten Heilpflanzen bekannt sind. |
Viele Pilze und Heilkräuter sind ständig im Angebot. Man
sollte aber beachten, dass auch diese Produkte eine
begrenzte Haltbarkeit haben. Deswegen ist es sinnvoll,
keine großen Vorratsmengen zu kaufen.
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Grundbegriffen in der Phytotherapie
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