Heilpflanzen in der Kardiologie
Bluthochdruck
Bei arteriellen Hypertonie senkt Knoblauch
(Allium sativum) in ausreichend hohen Dosen den Blutdruck. Er
hat auch gefäßprotektive Wirkung, was eine zusätzliche
hypertonische Kontrolle ermöglicht. Weitere erfahrungseffektive
Heilpflanzen, die den Blutdruck senken können sind Ölbaum,
Arnica montana und Mistelkraut. Die Mistelzubereitungen werden
oral angewendet, sind aber nicht mit den Mistelpräparaten in der
adjuvanten
Krebstherapie zu verwechseln.
Früher hielt man Rauwolfia serpentina (Schlangenwurz) für
nebenwirkungsarm, die ist jedoch nicht mehr zu empfehlen wegen
der bekannt gewordenen Wechselwirkungen der Rauwolfia-Alkaloide.
Verglichen mit medizinischen Arzneien, ist die Blutdrucksenkung
der letzteren intensiver und erfolgt rascher.
Herzinsuffizienz
Weißdorn hat nachgewiesene Wirksamkeit bei
beginnender chronischer Herzschwäche. Erfahrungsgemäß positive
Wirkung haben die Digitalis ähnlichen Alkaloide in Oleander, Zahnstocherkraut, Adonisröschen und Maiglöckchen. Da
die oben aufgelisteten aktiven Substanzen in diesen Pflanzen bei
Überdosierung extrem giftig sind, ist eine exakte
Dosiseinhaltung sehr wichtig!!
Heilpflanzliche Behandlung für gesetzlich Versicherte
Geeignet bei funktionellen Herzbeschwerden ist die Anwendung als
Tee von Weißdorn, Besenginster und Herzgespannkraut. Auch als
Teemischung hilf Rosmarin bei Hypotonie. Empfohlen werden
zusätzliche hydrotherapeutischen Maßnahmen wie Teilbad und
Dreiviertelbad im lauwarmen Wasser.
Prophylaxe bei Arteriosklerose
Als Heilpflanze bei Arterienverkalkung eignet
sich wie schon erwähnt Knoblauch. Zusammen mit Artischocke haben
diese Heilkräuter eine günstige Auswirkung auf den
Fettstoffwechsel - sie senken die Fettwerte im Blut. Um einen
Einfluss zu ermöglichen, müssen die Präparate ausreichend hoch
dosiert und regelmäßig eingenommen werden. Hohe
Konzentration der LDL (Fetteiweiße niederer Dichte) im Blut sind
schädigend für die Gefäßwand. Grüner Tee senkt den
entsprechenden LDL-Anteil des Cholesterins.
Innerlich angewandte Pflanzenextrakte mit
antiexsudativer Wirkung haben sich bei der chronisch venöser
Insuffizienz bewährt. Beschwerden wie Schwellungen, Ödeme und
müde schwere Beine können gelindert werden. Der Einsatz sollte
bereits in den frühen Stadien begonnen werden. Kombinationen mit
Kompressionsverfahren sind sinnvoll. Brauchbare Pflanzen hierzu
sind Steinkleekraut, Buchweizenkraut, Rosskastaniensamen.
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