Heilpflanzen in der Gynäkologie
und Dermatologie
Gynäkologische Erkrankungen
Bei klimakterischen Beschwerden wie
Schwitzen, Hitzewellen und verminderter Libido helfen
Traubensilberkerze und Mönchspfeffer. Pflanzenextrakte mit
Hormonwirkung (vor allem östrogenartig) aus Rotklee und Soja
werden für diese Symptome zurzeit erprobt. Gegen Reizbarkeit,
Schlafstörungen und Nervosität werden die
üblichen
Heilkräuter eingesetzt.
Krampflösende Pflanzen wie Frauenmantel,
Kamille und Gänsefingerkraut sind geeignet für
prämenstruelles Syndrom und Regelschmerzen (Dysmenorrhoe).
Die hormonaktiven Keuschlamm und Cimicifuga racemosa dürfen
hierbei nur zeitlich begrenzt angewandt werden und es ist
wichtig, dass sie bei einem Brustkrebs (Mammakarzinom) in der
Vorgeschichte nicht
appliziert werden dürfen, da Wachstum oder Neubildung eines
Tumors begünstigt werden können!
Gegen Schwangerschaftserbrechen sind Pfefferminz
und Ingwer indiziert, bei Milchstau und Schmerzhafte
Milchdrüsen, Mastodynie - Anwendung von
Kohlblätterumschlägen.
Dermatologische Erkrankungen
Wundheilungsstörungen und leichte
Hautverletzungen werden mit Johanniskrautöl und Ringelblume
therapiert, besonders gerbstoffhaltige Pflanzenteile wie
Hamamelisblätter und
Eichenrinde beeinflussen nässende, entzündliche
Hautkrankheiten.
Schöllkrautsaft, Knoblauchsaft und Umckaloabo helfen
erfahrungsmedizinisch gut bei Warzen.
Heilpflanzliche Behandlung für gesetzlich Versicherte
Äußerlich aufgetragene Schleimstoffe und Saponinsubstanzen aus
Stiefmütterchen und Mahonie wirken gegen ekzematöse
Dermatosen.
Holzteerpräparate gewonnen aus Wacholder, Buche, Kiefer und
Birke sind ebenso geeignet.
Innerlich kann das Öl der Nachtkerze oder aus
Borretschsamen eingesetzt werden, da sie der Gehalt an
Omega-Fettsäuren hoch ist.
Herpes labialis
Bläschen
sprechen gut an auf Melisse officinalis und Sonnenhut. Bei
oberflächlichen Verbrennungen benutzt man Ringelblume als
Salbenverband und Johanniskrautöl.
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heilpflanzlicher Naturheilkunde in der Urologie
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