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Herzarrhythmien

Die meisten Störungen der normalen Herzschlagfolge werden durch krankhafte Vorgänge bei der Erregungsbildung und Erregungsleitung im Herzmuskel verursacht. Herzarrhythmien infolge Reizbildungsstörungen sind Extrasystolen, Vorhof- und. Kammerflattern, Kammerflimmern und Vorhofflimmern. Die verschiedenen Formen des Herzblocks sind typische Reizleitungsstörungen. Das Elektrokardiogramm (EKG) ist das meistverbreitete nichtinvasive Verfahren zur Diagnostik.

Heilkräuter

Für die funktionell bedingten (das heißt ohne gesicherte tatsächliche Organschädigung) Formen der Arrhythmie stehen verschiedene Heilpflanzen zur Verfügung. Aber auch bei Zuständen, die medikamentenpflichtig sind, können zusätzlich (adjuvant) Heilkräuter eingesetzt werden, um die Dosis der chemischen Arzneimittel niedrig zu halten, oder eine bessere Verträglichkeit zu ermöglichen. Man sollte auch beachten, dass manche Antiarrhythmika aus der Schulmedizin selber (z. T. schwere) Herzarrhythmien auslösen können.

Weißdornblätter und Weißdornfrüchte enthalten Procyanidine, Catechine, Amine, Triterpensäure und Flavonoide (Vitamin P), und werden nicht nur bei reinen Rhythmusstörungen eingesetzt, unter Umständen werden Extrakte aus dieser Heilpflanze als Alternative zu Betablockern betrachtet. Hierzu sind mehrere Studien notwendig.

Besenginsterkraut findet Anwendung bei Arrhythmien verschiedener Genese. Seine Wirkung basiert schließlich auf eine milde Unterdrückung des Reizleitungssystems des Herzmuskels, der normale Puls wird dadurch nicht beeinträchtigt, nur eine eventuelle Beschleunigung gehemmt. Hypertoniker und Schwangere dürfen Präparate aus dieser Pflanze nicht einnehmen. Migräne ist eine relative Kontraindikation, da die Pflanzenteile Tyramin enthalten.

Naturheilkunde bei Herzproblemen,
übernahme durch die Krankenkassen

Bei Störungen des Herzrhythmus wegen Stress, Schlaflosigkeit und Nervosität werden die üblichen pflanzlichen Beruhigungsmittel empfohlen: Melissenblätter, Baldrianwurzel, Hopfenzapfen.
Ein Spezialfall stellt das Wolfstrappkraut. Es wird bei der Therapie der milden Formen der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) angewandt, da diese Erkrankung auch Herzarrhythmie verursachen kann.


Arrhythmiearten

Extrasystolie ist eine Unregelmäßigkeit, bei der einer kräftigen frühzeitigen Kontraktion eine relativ lange Pause folgt. Dieser Herzschlag ist also außerhalb der normalen Herzschlagfolge. Daraus kann eine Verschiebung des ursprünglichen Grundrhythmus resultieren - das sogenannte Herzstolpern, eine unregelmäßig-stolpernde Herztätigkeit. Eine oder mehrere dieser Extrasystolen können gelegentlich auftreten, ohne dass es sich um einen ernsthaften Zustand handelt. Das gehäufte Auftreten zahlreicher Extrasystolen heißt Extrasystolie. Sie kommt bei verschiedenen eigentlichen Herzkrankheiten vor (primäre Ursachen), zum andern als Anzeichen einer Beteiligung des Herzmuskels bei Allgemeinerkrankungen (sekundäre Ursachen), typisch bei Infektionskrankheiten und schließlich ohne Krankheitsbedeutung als rein funktionelles Missverständnis besonders bei Jugendlichen aufgrund der Unreife des vegetativen Nervensystems.

Herzflattern und Herzflimmern sind schwere Herzrhythmusstörungen mit schwachen, sehr schnellen und häufigen Kontraktionen. Der Puls beim Flattern beträgt bis zu 300 Herzschlägen pro Minute, regelmäßig. Beim Flimmern ist der Puls ungeordnet, die Herzfrequenz liegt über 300/min.  Es können sowohl die Vorhöfe, als auch die Kammern betroffen sein. Um diese Störungen im Notfal zu unterbrechen, muss oft defibrilliert werden. Der Defibrillator liefert starke Stromstöße; dadurch wird versucht, die regelmäßige Herzaktivität wiederherzustellen.

 

wieter zu Schrittmachertherapie und Anwendung

 

 
     

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