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Herzschrittmacher

Ein künstlicher Schrittmacher besteht aus einem Impulsgenerator, einer Energiequelle (Akku oder Batterie) und einer Elektrode. Der Impulsgenerator wird meist unter den rechten Brustmuskel versenkt; eine Kunststoffsonde mit der Elektrode wird durch die obere Hohlvene, Vena cava superior, ins Herz vorgeführt. Hauptbereiche der Therapie mit einem Herzschrittmacher sind Herzblock (Störungen der Erregungsleitung des Herzens), Bradykardie (Verlangsamung des Herzschlags) oder auch anfallartiges Herzjagen (extrasystolische Herzrhythmusstörungen vom schnellen Typ).

Heute gibt es Herzschrittmacher mit einer Lithium-Batterie und komplizierter Elektronik, die erst nach Jahren ausgewechselt werden müssen. Die durch Plutonium radioaktiv betriebenen Geräte werden nicht mehr eingesetzt, da sie teuer und kaum vorteilhafter sind. Die Lage des Schrittmachers kann durch Röntgenaufnahmen kontrolliert werden. Die meisten Geräte werden kabellos programmiert und getestet. Das Benutzen von weiteren elektronischen Geräten in unmittelbarer Nähe, wie zum Beispiel Handys und Radios, sollte man vermeiden. Leider wird diese Empfehlung immer wieder ignoriert.

Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist eine Form der Arrhythmie, die mit einer Arteriosklerose des Herzens, erhöhtem Blutdruck, einer Entzündung des Herzmuskels und mit verschiedenen Arten von Klappenfehlern verbunden sein kann. Während eines Anfalls treten Vorhofskontraktionen mit einer Frequenz von 300 bis 500 pro Minute auf. Da aber das Reizleitungssystem des Herzens nicht in der Lage ist, eine solche Schlagfolge weiterzuleiten, werden die Kammerkontraktionen unregelmäßig (Herzflimmern). Dabei kommt es zu einer Leistungsverminderung und häufig zu Zeichen eines Herzversagens. Vorhofflattern ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Flimmern, jedoch sind hierbei die Impulse im Vorhof geringer (200-300 pro Minute), die Ventrikelkontraktionen jedoch regelmäßig und gewöhnlich langsamer, da nur einige der Impulse übergeleitet werden.

Kammerfflimmern

Das seltenere Kammerflimmern ist die eigentliche lebensbedrohliche Herzarrhythmie, dass häufig bei Lungenembolie, Infarkt, Herzklappenfehlern und Starkstromschlägen auftritt. Unbehandelt kann es zum Sekunden-Herztod (plötzlichem, schlagartigem Aussetzen der Herztätigkeit) kommen. Das Ziel der langzeitigen Behandlung ist, die Herzaktivität durch Arzneimittel wie Digitalis und Chinidin aufrecht zu halten. Notfallmäßig muss defibrilliert werden, inzwischen werden auch Defibrillator für Laien angeboten.

Naturheilkunde und Herzproblemen,
übernahme durch die Krankenkassen

Herzblock

Beim Herzblock ist die rhythmische Koordination der Herzaktivität durch die Unterbrechung der Überleitung von Schlagimpulsen zwischen dem Vorhof und den Ventrikeln gestört. Diese Art von Herzblock, der Atrio-ventrikularblock, zeichnet sich durch eine normale Vorhofskontraktion und eine verspätete oder unregelmäßige Kammerkontraktion aus. Werden hierbei nur wenige Impulse nicht übermittelt, so bezeichnet man den Zustand als partiellen Block.

Beim totalen Block schlagen Vorhof und Ventrikel unabhängig voneinander. Wenn beispielsweise die Äste zum Atrioventrikularbündel oder das Hissche Bündel geschädigt sind, tritt ein intraventrikulärer Block auf, bei dem sich eine Kammer etwas später als die andere kontrahiert. Sowohl bei totalem Block als auch bei Kammerflimmern kommt es infolge Sauerstoffmangels im Gehirn zum Adams-Stokesschen Syndrom mit Störungen der Atmung und des Bewusstseins, eventuell mit Ohnmacht.

Ein Herzblock, der durch Digitalisvergiftung verursacht wurde, ist vorübergehend, während andere, die ihre Ursache z. B. in einem Herzinfarkt haben, von Dauer sein können. Die Behandlung der Herz-Arrhythmie richtet sich nach der zugrunde liegenden Krankheit. Schwere primärbedingte Arrhythmien, begleitet von Adams-Stokesschen Anfällen, können es notwendig machen, dass der Herzrhythmus durch Impulse eines elektronisch arbeitenden Herzschrittmachers reguliert wird. Man darf einen künstlichen Herzschrittmacher nicht mit dem eigentlichen Schrittmacher des Herzens (ein anderer Name des Sinusknotens) verwechseln.

 

 
     

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