Herstellung homöopathischer Medikamente
Das spezielle Herstellungsverfahren von
Heilmitteln in der Homöopathie basiert auf der Verdünnung von
meist potenziell schädlichen oder krankheitserregenden
Substanzen. Nur so kann einen nebenwirkungsarmen Effekt erzielt
werden. Weitere Fachausdrücke mit dergleichen Bedeutung wie
Verdünnen sind Potenzierung und Dynamisierung. Um zu wirken,
müssen Homöopathika nicht unbedingt verdünnt sein, wie manchmal
falsch vermutet wird. Die Konzentration spielt keine große Rolle
für die heilende Wirkung. Eine Potenzierung ist aber notwendig,
um die toxischen Auswirkungen der reinen Stoffen zu minimieren.
Deswegen ist es sehr wichtig, ausschließlich potenzierte
Substanzen zu verwenden.
Selbst Hahnemann hat am Anfang unverdünnte Extrakte eingesetzt,
wegen der unerwünschten Nebenwirkungen musste er jedoch das
Potenzierungsverfahren entwickeln.
Der Sammelbegriff für die flüssigen
Urtinkturen und ihre Potenzierungen ist die Dilution.
Triturationen sind feste Ursubstanzen und ihre Dynamisierungen.
Als Potenzierung wird die stufenweise Verdünnung und Verreibung
fester bzw. Verschüttelung flüssiger Zubereitungen bezeichnet.
So ändern sich die Konzentration, Verteilung und durch die
mechanische Einwirkung auch die Struktur (Konstitution) des
Ausgangsstoffes. Potenzen werden mit Buchstaben angegeben, als
Lösungsmittel wird meistens Wasser oder Alkohol, bei festen
Stoffen Milchzucker genommen.
- D-Potenzen werden im Verhältnis 1:10 hergestellt.
- C-Potenzen werden im Verdünnungsverhältnis 1:100 hergestellt
- Q-Potenzen werden im Verdünnungsverhältnis 1: 50 000
hergestellt.
Die passende Arznei finden
Nachdem die
Symptome des Patienten korrekt und vollständig erfasst
wurden, muss ein geeignetes Medikament verordnet werden.
Repertorisieren ist das Wiederfinden der individuellen
Krankheitssymptome eines Patienten in einem Verzeichnis, das die
Anwendungsmöglichkeiten verschiedener Arzneimittel
zusammenstellt. Repertorium ist das homöopathische Verzeichnis,
das diese Symptomenliste beinhaltet. Die Repertorien als Buch
haben nicht selten über 1500 Seiten. Neuerdings werden sie auch
als elektronische Ausgaben angeboten, was das Nachschlagen und
schnelle Finden erleichtert. Homöopathische Neuigkeiten sind
auch online abrufbar.
Die Kapitel orientieren sich an einem
Schwindel bis Extremitäten Schema (Kopf-zu-Fuß). Auch Kapitel
mit verschiedenen Allgemeinsymptomen (Schlaf, Träume, Frost,
Fieber, Schweiß) und Gemütssymptomen werden geführt. Auf Grund
der unterschiedlichen Interpretation und Zusammenhänge werden
nicht alle Arzneimittelprüfungssymptome in diese
Repertorien aufgenommen, teilweise werden sie in Rubriken
zusammengefasst und durch pharmakologische und therapeutische
Feststellungen vervollständigt.
Homöopathische Präparate sind bei bestimmten
Krankheiten auch für Kinder geeignet.
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Pädiatrie
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