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Homöopathische Behandlung von Kopfschmerzen

Kopfschmerzen können durch eine erhebliche Anzahl unterschiedlicher Faktoren verursacht werden. Bei einem großen Teil von Erkrankungen treten sie als Begleitsymptom auf, zum Beispiel bei Grippe oder sonstigen Erkältungen und bei fieberhaften Infekten. Bei der homöopathischen Behandlung von Patienten mit der Hauptbeschwerde Kopfschmerz müssen sich Untersuchung und Fallaufnahme am Organon der Heilkunst nachdrücklich orientieren. Hahnemann selbst besteht darauf, dass man sich unbedingt um eindeutige Krankheitserkenntnis bemüht: Was an jedem einzelnen Krankheitsfall insbesondere zu heilen ist.

Der Schmerz ist so verschiedenartig in seiner Ausprägung und Auslösung und so verwickelt mit dem körperlichen Aufbau und Gesundheitszustand der betroffenen Patienten, dass die Symptomatik in ihrer Vollständigkeit gründlich erfasst werden sollte.

 

Chronische und akute Kopfschmerzen haben nicht selten Ursachen, die nicht zu vernachlässigen sind. So können durchaus gefährliche Beeinträchtigungen im Bereich der Nasennebenhöhlen, Ohren, Zähne, Augen oder des Gehirns vorliegen, ebenfalls können Herzerkrankungen und Schilddrüsenprobleme sowie eine Schädigung der Nierenfunktion zu Kopfschmerzen führen. Wenn die Symptome auch nach mehreren homöopathischen Vorgängen nicht abklingen, sollte die betroffene Person einen Arzt oder zumindest einen anderen Heilpraktiker konsultieren.
 

Häufigkeit der Kopfschmerzbeschwerden

Sie kommen bei fast jedem homöopathischen Substanzbild vor und können Begleiterscheinung annähernd jedes anderen Leidens sein. In den gängigsten homöopathischen Repertorien sind über 150 Arzneien beschrieben, die in von Interesse sein können. Ohne Einteilung und Gewichtung und ohne lückenlose Symptomerfassung würde sich man in der überlaufenden Fülle der Krankheitssymptomatik verlieren und eine sinnhaltige Arzneiwahl bliebe erfolglos.

In vielen Fällen entstehen die Schmerzen durch Funktionsstörungen im Kopfgebiet, der Halswirbelsäule, der Rückenmarks- und Hirnhaut, sowie aufgrund krankhafter Veränderungen in den Verdauungsorganen und der Brust. Ferner ist auch ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck oder hormonelle Störungen für die quälenden Schmerzen schuldig.

Homöopathie in der gesetzlichen Krankenversicherung

Homöopathische Mittel können sich besonders für die Therapie von den Kopfschmerzen eignen, wo die Beschwerden als Warnzeichen bei einem Großteil von inneren Krankheitsbildern entstehen wie zum Beispiel Magen-Darm-Dysfunktionen, Augenkrankheiten, Immunerkrankungen wie Rheuma und Gicht, Schleimbildende oder -zerstörende Infektionen im Bereich des Schädels. Aber auch Kopfschmerzanfälle bei äußeren physikalischen und psychischen Störungen wie Verletzungen, Zervikalsyndrom, Folgen von Unterdrückungen, oder zu bestimmten Lebensabschnitten (Schwangerschaft, Wechseljahre, Stillen) lassen sich homöopathisch behandeln.

 

Homöopathische Symptomgruppen bei Kopfschmerzen:

Folge von Angst
Aconitum napellus
   
Folge von Nervosität
Argentum nitricum
   
Folge von Schreck
Aconitum napellus
   
Folge von Widerspruch
Aurum metallicum
   
Folge von Zorn
Aconitum napellus
   
     
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Ursachen von Kopfschmerzen

Sind die Beschwerden zusätzlich mit erhöhter Körpertemperatur oder gar Fieber, Benommenheit oder Schwindel verbunden, oder treten sie nach einer Kopfverletzung auf, kann es sich um eine Gehirnerschütterung oder Hirnhautentzündung handeln. Besonders nach Perioden mit Bewusstseinverlust sollte neben einer homöopathischen Behandlung unbedingt einen ärztlichen Allopathen aufgesucht werden.

Eine weitere Gruppe von Ursachen besteht aus Genuss- und Nahrungsmitteln, unerwünschten Nebenwirkungen von schulmedizinischen Arzneimitteln, das Klima und in erster Linie die durch Stress, Leistungsdruck sowie durch psychische und soziale Anspannungen verursachten Gesundheitsstörungen. Auch ein falsch gewähltes Homöopathikum kann unter Umständen die Kopfschmerzen verschlimmern.

Kinder leiden immer öfter unter dem sog. Schulkopfschmerz, die auf einer Leistungsüberforderung basiert. Auch hier gilt: In den meisten Fällen ist es angebracht, sich zu entspannen, etwas zu essen oder zu trinken, oder die Augen für wenige Minuten zu schließen. Auch massieren oder einfaches Umarmen kann Erleichterung schaffen. Erst wenn Vitamine und kalte Umschläge nicht ausreichend helfen, können unterschiedliche homöopathischen Arzneien eingenommen werden.

Selbst bei einem einfachen Wetterumschwung oder nach einer feierlichen Veranstaltung mit zu reichlich Alkohol, machen sich Kopfschmerzen wahrnehmbar. Ein erniedrigter Blutzuckerspiegel, Anstrengungen mit Verspannungen im Nacken, Flüssigkeitsmangel und Überarbeitung können verantwortlich dafür sein, dass homöopathisch therapierbaren Kopfschmerzen entstehen.

 

Das richtige Symptombild erkennen

Besonders wichtig für die homöopathische Anamnese und die damit verbundene richtige Medikamentenwahl sind die genaue Stelle, Tiefe und Ausbreitung des Leidens. Darüberhinaus sollte man auf den Gesichtsausdruck, das Verhalten sowie auf die wahrgenommene Schmerzstärke des Betroffenen achten.

Aber Vorsicht, wenn jemand nach einer Betrunkenheit mit Kopfweh reagiert, dann ist diese Beschwerde nicht unbedingt ein Warnsignal. Das Gehirn ist abhängig von vielen auch weit entfernten Faktoren und Störungen. Diese muss berücksichtigt werden, wenn man eine fehlerfreie Dosierung anstrebt, um dabei die Grundursache selbst erfolgreich zu beseitigen.

Die große Vielgestaltigkeit der Symptomatik, die sich im Kopfgebiet bemerkbar macht, ist nur dann für die Arzneiwahl entscheidend, wenn die Hauptursache der Schmerzen hinzugezogen wird. Erst eine vollständige Antwort auf die Frage "Warum tut mein Kopf eigentlich weh?" gibt die wirkliche Bedeutsamkeit der Lokalisation und Ausweitung des Schmerzes, für die Grundlagen seiner zeitlichen Manifestation, für seine besondere Qualität, für die verschlimmernden oder verbessernden Modalitäten (Einflüsse) und die damit verbundenen subjektiven Concomitantes (Beschwerden).

Kopfschmerzen haben verschiedene Ätiologie. Um homöopathisch wirkungsvoll zu therapieren, ist es empfehlenswert, unter Zuhilfenahme deutlicher begleitender Merkmale alle Arzneimittelbilder durchzugehen, die besondere Verbindungen zwischen Kopfschmerzsymptomatik mit emotionalen oder psychischen Belastungen und betreffenden Verhaltensweisen haben.

Es ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich, die wichtigsten, tatsächlich heilenden, homöopathischen Präparate und Therapiehilfen aufzulisten. Es folgt eine gründliche Vorstellung von Arzneien, die Kopfweh effektiv beseitigen können. Bei der Wahl sollte man unbedingt auf ein Übereinstimmen zwischen Medikament und Krankheitsbild achten, um eine Erfolgslosigkeit oder sogar Verschlimmerung auszuschließen.

 

 
     

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